Sehenswert

Sehenswert – der Englische Garten in München4 Minuten Lesezeit

Wolkenstimmung im Englischen Garten München

Also ich dachte ja immer, dass der Central Park in Manhattan größer ist als jeder andere Park. Auch größer als der Englische Garten in München.

Der ist zwar riesig, aber nicht so groß wie der Central Park. Dachte ich. Ist aber nicht so. Er ist auch größer als der Hyde Park in London und ist sowieso der größte Park in Deutschland.

So…was bietet Euch der Englische Garten in München denn so? Und warum heißt er überhaupt Englischer Garten? Wir sind doch gar nicht in England. Das und noch viel mehr erzähle ich Euch in diesem Post…das wollte ich schon immer mal schreiben ;-)

Warum heißt der Englische Garten so wie er heißt? Und wie englisch muss ein Garten, sein, damit er diesen Namen tragen darf? Warum heißt er nicht Münchner Garten, wenn er doch in München liegt?

Alles gute Fragen find ich. Ich habe aber mal gelesen, dass er wie ein Englischer Landschafts-Garten angelegt ist. Man darf also die Grasflächen betreten. Es ist sogar ausdrücklich gewünscht.

Anders als bei den französischen Gärten. Da wird penibelst darauf geachtet, das alle Grashalme die gleiche Länge haben. Und da steht auf das Betreten der Rasenflächen ja fast schon Strafe.

Wer hat den Englischen Garten anlegen lassen?

Der Englische Garten ist ein Werk von Kurfürst Karl Theodor, der sich 1789 dachte, es wäre mal Zeit für einen Park in München. Drei Jahre später wurde er dann als Volkspark für die Münchner Bevölkerung eröffnet.

Englische Garten: Was gibt’s zu sehen?

Meine absolut liebste Attraktion sind die Eisbach-Surfer. Ihr hört genau richtig: Surfer! Es wird gesurft mitten in  München auf einer einzigen „kleinen“ Welle.

Und die Surfer auf dem Eisbach sind absolut legendär. Diese Welle ist nichts für Anfänger und Angsthasen. Der Eisbach kommt quasi aus dem Nichts und hat eine ganz schön starke Strömung.

Als ich die Surfer das erste Mal gesehen habe, stand doch noch ein Schild „Schwimmen und Surfen verboten“. Nun ja…da hat sich eh niemand dran gehalten.

Die Stehende Welle, wie der Surf-Spot korrekt heißt, ist eine Institution. Sogar Jack Johnson – der Sänger – hat dort bereits gesurft. Als Hawaiianer mit Riesenwellen zu Hause konnte er der Stehenden Welle nicht widerstehen.

Es gab sogar mal einen Film übers Fluss-Surfen „Keep Surfing“ und da geht’s um München. Ihr müsst Euch das mal ansehen. Die beste Sicht auf die Surfer habt Ihr von der Brücke am Haus der Kunst.

Der Eisbach selbst ist sau-gefährlich. Das Wasser ist eiskalt und die Strömung ist nicht zu unterschätzen. Mittlerweile (genau genommen seit 2010) ist zwar das Surfen erlaubt, aber Schwimmen ist immer noch verboten.

Es mag in der Hitze im Sommer eine nette Abkühlung sein, aber Ihr seid da so flott unterwegs, dass es schwer ist, den Ausstieg wieder zu finden. Und außerdem ist es ja eh verboten. Zeh reinhalten ja, mehr nicht.

Nochmal kurz zurück zu den Surfern: die müssen ja mit ihrem Board irgendwie zum Eisbach. Da sieht man sie schon mal im Neopren mit dem Board in der Bahn. Oder auf dem Fahrrad.

Und was ich dort noch schön finde ist das nette Miteinander. Da gibt’s kein Gezicke von wegen vorgedrängelt oder ich stehe schon viel länger hier. Jeder surft ein paar Mal von links nach rechts und dann ist der Nächste dran. Das mag ich.

Dann gibt’s da noch das Japanische Teehaus

Das Japanische Teehaus wurde 1972 zu den Olympischen Sommerspielen in München gestiftet. Und um das Haus auch perfekt zu inszenieren, wurde es auf einer künstlich angelegten Insel errichtet.

Hier könnt Ihr tatsächlich eine Japanische Teezeremonie miterleben. Die Termine dafür findet Ihr auf der Homepage. Sie findet eigentlich immer einmal im Monat an einem Wochenende statt (Samstag und Sonntag). Eine Anmeldung bzw. Reservierung ist in der Regel nicht nötig, außer zum Japanfest am dritten Sonntag im Juli. Da solltet Ihr dann doch besser reservieren.

Die Teezeremonie selbst dauert etwa eine Stunde und Ihr zahlt dafür bescheidene 8 Euro (für Kinder kostet’s die Hälfte).

Diese kleine Japanische Insel ist schon eine Welt für sich. Man kommt auch nicht drauf, wenn nicht wegen der Teezeremonie geöffnet ist.

Monopteros – Englische Garten

Dieser Tempel ist ja quasi auch eine Insel. Man muss erstmal den Berg erklimmen und wenn man dann oben ist, kann man wieder runter gucken. Wofür der jetzt da ist…???

Tja…so einen wirklich Sinn hat der Monopteros im Englischen Garten wohl nicht. Er ist eine Aussichtsplattform mit einem tollen Blick über München.

Nordteil vs. Südteil

Der Mittlere Ring – die Hauptverkehrsader von München – teilt den Englischen Garten in zwei Teile. Der Hofgarten am Odeonsplatz geht ja so langsam in den Englischen Garten über. Da gibt’s dann den kleinen Wasserfall (wirklich ganz klein) und dann kommen die riesigen Rasenflächen.

Im Sommer ist hier immer die Hölle los. Man trifft sich. Zum Picknick, zum Grillen, zum Volleyball, Federball…und wozu auch sonst noch.

Hinter dem Mittleren Ring wird es dann schon leerer. Wer es gerne ruhiger und idyllischer mag, der sollte den Teil zwischen Isarring und Freimann wählen.

Biergarten am Chinesischen Turm

Eines der bekanntesten „Gebäude“ im Englischen Garten ist wohl der Chinesische Turm. Rund um diesen Holz-Turm, der übrigens schon mehrfach abgebrannt ist und wieder aufgebaut wurde, könnt Ihr es Euch im riesengroßen Biergarten gutgehen lassen.

Nachmittags gibt’s dann bayerische Blasmusik…muss man mögen.

…und noch mehr Biergärten…

Außer dem bekannten Biergarten am Chinesischen Turm gibt’s dann auch noch das Seehaus am Kleinhesseloher See. Das Seehaus ist dann auch ein wenig exkluviser als der Biergarten. Da wird dann schön eingedeckt.

Hinter dem Isarring (Mittlerer Ring) findet Ihr den Biergarten Hirschau und ganz oben im Nordteil des Englischen Garten dann den Biergarten Aumeister.

Der Englische Garten: Wie kommt Ihr hin?

Viele Wege führen zum größten Park Deutschlands. Mit der U3/U6/U4/U5 kommt Ihr zum Odeonsplatz und von dort durch den Hofgarten in den Englischen Garten. Auf den U-Bahnlinien U3/U6 könnt Ihr auch an den Haltestellen Münchener Freiheit, Giselastraße und Universität aussteigen.

Wenn Ihr auf direktem Weg zum Chinesischen Turm möchtet, dann könnt Ihr den Bus nehmen – Linie 54 bzw. 154 und an der Haltestelle Chinesischer Turm aussteigen. Nehmt Ihr die U-Bahn, dann bitte Giselastraße aussteigen. Und mit der Tram 18 steigt Ihr an der Haltestelle Tivolistraße aus.

Ich wünsch Euch ganz viel Spaß!

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