Unterwegs

Stadtrundgang durch Paris4 Minuten Lesezeit

Jeder, der mich kennt, weiß mittlerweile, dass ich ein ziemlicher Fan von moderner Architektur bin. Deshalb habe ich mir nach vier Tagen in der Pariser Innenstadt auch noch zwei Tage in La Défense gegönnt. Aber soll ich Euch was sagen: ich habe mir ein Ticket für die Metro gekauft und bin von La Défense wieder zurück nach Paris gefahren. Vier Tage sind für die Stadt der Liebe definitiv zu wenig.

Ich liebe Paris. Egal, wohin ich schaue, überall steht irgendwas Monumentales. Außer Montmartre, das ist echt ein Dorf geblieben. Alte Architektur ist auch schön. Vielleicht ist es ja dieser Mix aus alt und neu, der es für mich so spannend macht. Jetzt sitze ich hier auf den Stufen des Grande Arche in La Défense – übrigens ebenfalls ein monumentales Bauwerk, nur doch noch recht neu – und genieße noch mal den Blick auf den Arc de Triomphe.

Jetzt geht’s los…Anflug auf Paris

Aber von vorn…ich bin mit Air France geflogen. Und allen Unkenrufen zum Trotz hat alles hervorragend geklappt. Kein Streik, kein Chaos am Flughafen und auch keine Verspätung. Ein kleines bißchen Durcheinander beim Boarden, aber das gibt’s bei anderen Airlines auch. Und am Flughafen Charles de Gaulle kam das Köfferchen sogar früher an als angegeben. Da musste ich ihm erstmal nachlaufen. Ich war noch im Foto-Mode ;-).

Air France landet in Paris am Terminal 2 und von dort ist es zum Zug echt nicht weit. Dank ausführlicher Recherche und einschlägiger Beiträge im Netz war der Weg kein Problem. Ich wußte vorher schon, dass die Ticketautomaten nur Karten und Münzen nehmen und war vorbereitet. Um dann doch an einen Automaten zu geraten, der Scheine nimmt. Kleiner Kampf dann am Entwerter…wohin jetzt mit dem Ticket? Ist aber wie in New York: vorne rein, dann Ticket wieder nehmen und durchgehen. An manchen Stationen muss man das beim Verlassen des Bereichs ebenfalls tun. Chatelet Les Halles – übrigens die größte Metrostation von Paris – zum Beispiel. An kleineren Stationen aber eher nicht.

Ich bin also am Flughafen in den RER B eingestiegen. Es gibt mehrere Linien, die in Richtung Paris fahren, es macht aber Sinn, auf den Express-Zug zu warten. Der Zug fährt so ca. alle 20 Minuten (KASO). Das sind dann bis Chatelet Les Halles, an der ich aussteigen musste, nur 3 Stationen, die allerdings 35 Minuten dauern.

Wie komme ich vom Flughafen Charles de Gaulle nach Paris
RER B – Richtung: Robinson. St Remy les Chevreuse / Express-Line KASO / Haltestellen bis Chatelet Les Halles: Aeroport Charles de Gaulle 1 (Terminal 1), Gare du Nord / Preis Ticket (aktuell August 2018): 12,50 EURO

Ich hab ja oben schon mal kurz erwähnt, dass Chatelet Les Halles die größte Metrostation in Paris ist. Und damit ich mich da nicht verlaufe und dann hinterher irgendwo rauskomme, habe ich vorher schon mal nach dem richtigen Ausgang geschaut. Das Hotel liegt direkt am Ausgang Nr. 1 (Porte 1 Marguerite de Navarre). Nur schnell da hoch und schon stand ich vor dem Hotel. Praktisch.

Streifzug durch Paris

Jetzt standen vier Tage Familienurlaub an. Der Check-In im Hotel war komplett unkompliziert, wir bekamen drei nebeneinander liegende Doppelzimmer und die waren gegen Mittag sogar schon fertig. Aber der erste Tag in Paris steht natürlich unter dem Motto „Umgebung erkunden“. Wir sind zwar alle nicht zum ersten Mal in Paris, aber ein Hotel mitten in der Stadt war auch für uns neu.

1. Punkt auf unserem Programm: der Strawinsky-Brunnen mit den ganzen Figuren von Niki de Saint Phalle am Centre Pompidou. Aber wie kommt man hin? Ich bin ja eigentlich ein Verfechter des guten alten Stadtplans, aber nachdem der dann vom ständigen Knicken ein ziemlich großes Loch hatte, musste doch das Navi vom Handy herhalten. Und auch wenn ich es lästig finde, ständig mit dem Handy in der Hand durch die Gegend zu laufen, hat es sich bewährt. Wir wären wahrscheinllich sehr viel schneller am Pompidou gewesen. Aber egal… Die Figuren haben alle Wasser gespritzt, aber gedreht haben sie sich nicht (machen sie sonst schon). Laaaangweilig. Wahrscheinlich sind die Brunnen wegen der französischen Ferien noch im Spar-Modus.

 

 

 

Nächster Punkt auf dem Programm: Direkt neben dem Brunnen steht die Kirche Saint Merri.  Ich kann jetzt schon mal vorweg nehmen, dass das nicht die letzte Kirche gewesen ist. Wir haben einige gesehen. Meine Nichte hat sich als Kirchen-Liebhaberin entpuppt. Wir mussten in alles, was irgendwie nach Kirche aussah. Und hinterher gab’s ein Ranking, welche Kirche am besten gefallen hat. Saint Merri ist alt und ganz schlicht. Aktuell wird ein bisschen saniert und restauriert, was aber auch nötig ist. Als wir in die Kirche kamen, lief gerade Chormusik, zwar vom Band, aber irgendwie hatte das was.

Punkt 3 war der Louvre mit seiner Pyramide. Mich würde ja interessieren, wie viele Louvre-Besucher NUR die Mona Lisa sehen wollen. Ich kenne auf jeden Fall schon mal zwei: meine Nichte und meine Schwester. Für diese Besucher gibt es dann einen speziellen Eingang, der von der unterirdischen Pyramide erreichbar ist (am besten mal an der Kasse nachfragen). Drinnen ist dann der schnellste Weg zur Mona Lisa komplett ausgeschildert. Und es hat keine 30 Minuten gedauert und die beiden waren schon wieder da.

Ticket für Erwachsene: 15 Euro; Kinder kommen umsonst rein; Mo/ Do/ Sa/ So 09:00 – 18:00 Uhr Mi + Fr 09:00 – 21:45

 

Das Palais Royal war Punkt 4 auf der Liste. Der Palast selbst ist nicht zu besichtigen, weil es der Sitz des Conseil d’Etat (Staatsrat) ist. Er wurde 1633 unter Kardinal Richelieu erbaut, der größte Teil stammt allerdings aus dem 18. Jahrhundert. 1640 lebte Ludwig XIV, der Sonnenkönig, im Palais Royal. Aber in den Park kommt man. Der Jardin du Palais Royal ist einer der vielen grünen Oasen von Paris. So…in dem Park steht ein Kunstwerk, das aus vielen schwarz-weißen Säulen in allen Höhen besteht. Man kann darauf herumturnen, allerdings erschließt sich mir der Sinn nicht. Aber der Künstler wird sich etwas dabei gedacht haben. Was auch immer…

 

Der nächste Punkt auf dem Plan ist eine weitere Kirche: St. Eustache. Man munkelt, dass sie eine der schönsten Kirchen von Paris ist. Meine ich ja auch, aber ich wurde überstimmt. Also landet sie im Ranking schon mal nicht auf Platz 1. Schade… Ein paar kleine Details: erbaut wurde sie zwischen 1532 und 1637 im gotischen Stil. Über dem Westportal hängt eine der größten Orgeln Frankreichs aus dem Jahr 1854 mit 8.000 Pfeifen.

Damit waren wir dann auch schon fast wieder zurück am Hotel. Wir mussten nur noch schnell durch den Park am Forum Les Halles. Auf dem Gelände gibt es einen ganz netten Spielplatz für kleine und nicht mehr ganz so kleine Kinder und ganz spannend fanden wir diese Wasservernebler. An unserem ersten Tag war es noch ziemlich warm und da kam uns diese kleine Abkühlung wirklich gelegen.

 

 

Last but not least kann ich an einem Donnerstag Abend den Besuch des Musée d‘ Orsay empfehlen. Also ich kann das Museum eigentlich immer empfehlen, aber donnerstags hat es bis 21:45 Uhr geöffnet und kostet auch am Abend nur 9 EURO Eintritt.

 

 

 

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