Europa

Unvergesslicher Segeltörn von Sardinien nach Lissabon2 Minuten Lesezeit

Segeltörn von Sardinien nach Lissabon

Ich fliege nach Sardinien, besteige eine Segelyacht und segle bis nach Lissabon; mit Zwischenstopps auf Ibiza und Málaga….so ist der Plan :-). Es handelt sich um die Überführung einer Yacht von Griechenland nach Deutschland und diese dreiwöchige Etappe bin ich mit von der Partie. Ich weiß ja, dass es kein normaler Segeltörn werden wird, dass ich schon mal mitten in der Nacht aufstehen (…und blöderweise auch wach bleiben) muß, dass ich manchmal tagelang nur Wasser und kein Land sehen werde. Nun ja…ich weiß jetzt, dass diese Punkte nichts für mich sind. Ich bin also ein Schönwetter-Segler, der abends immer einen Hafen ansteuern muss. Und Nachtschichten sind auch nicht so mein Ding. Also kann man schon sagen, dass dieser „Urlaub“ eindeutig lehrreich war…

Aber ich habe viel gesehen…auf Ibiza nur irre große Motorboote und unsere Monster-Liegeplatz-Rechnung (und Santa Eulalia ist schon die günstigste Marina auf der Insel!!). Die Nacht drauf an der Boje in der Bucht S’Espalmador auf Formentera war super idyllisch und definitiv viel günstiger. Ich habe endlich Delfine in freier Wildbahn gesehen. Dieses Erlebnis wünsche ich mir schon seit Jahren – quasi seit ich das Segeln für mich entdeckt habe. Und auch auf dieser Reise wurden sie mir von der ersten Stunde an immer wieder versprochen. Aber sie kamen einfach nicht. Kurz vor Málaga wurde mein Flehen dann erhört: Trotz spiegelglatter See und dichtem Nebel leisteten uns Flipper und seine Freunde Gesellschaft. Schon schön…

Ich bin ja ein großer Fan von Ibiza und hab schon mehrfach Urlaub auf dieser hippen Insel gemacht. Obwohl die Reichen und Schönen die Insel mittlerweile auch für sich entdeckt haben (die Marina in Ibiza-Stadt liegt preislich jenseits von Gut und Böse), hat sie sich doch immer noch diesen Hippie-Charme erhalten.

Auch Málaga ist durch die Nähe zu Marbella ein Hotspot für Promis geworden. Als wir dort in der damals niegelnagelneuen Marina Real Club Mediterráneo angelegt hatten, lag im Stadthafen die Luxusyacht Arctic P vom australischen Medienmogul James Packer. Diese Yacht ist nicht jedermanns Sache, so ein umgebauter Eisbrecher, aber irgendwie hat sie was. Ist halt ein nicht ganz so gefälliges Design…eben anders. Wir wollten ja eigentlich auch erst im Stadthafen anlegen; uns wurde dann aber geraten, es doch mal in der Marina um die Ecke zu versuchen, da die Preise im Stadthafen doch astronomisch hoch wären :-). Und das war nicht die schlechteste Entscheidung. Neben der Arctic P hätte unsere Segelyacht auch eher mau ausgesehen.

Gibraltar – ein Stückchen England in Spanien

Von Málaga segelten wir dann weiter nach Gibraltar. Mit so dickem Nebel, dass es schon beänstigend war. Ständig hörte man das Tuten der Nebelhörner, aber sehen konnte man die Schiffe nicht. Und das dann in der Straße von Gibraltar, vor der ich eh schon Respekt hatte. Kurz vor Gibraltar verzog sich dann zum Glück der Nebel. Und dann ging die Sonne auf…

 

Gibraltar – dieser Felsen ist zwar keine Insel, kommt einem aber trotzdem so vor. Diese kleine englische Enklave ist schon etwas Besonderes. Sprit ist ziemlich günstig (haben wir auch ausgenutzt und vollgetankt), der Rest ist aber schon ziemlich teuer. Daher haben wir uns für die Alcaidesa Marina in La Linea de la Concepción entschieden. Möchte man nach England „einreisen“, muss man die Passkontrolle des Flughafens passieren. Das Rollfeld des Flughafens trennt dann Spanien von England. Ein paar Meter weiter, mal links rum, mal rechts herum, durch das Tor in der dicken Stadtmauer und man steht mitten in der Altstadt und dem Stadtkern von Gibraltar. Hier ist alles very british. Es gibt Fish’n’Chips, Bier in Pint-Größe (für Münchner genau die richtige Größe :-)), rote Telefonzellen (selbst im Zeitalter der Smartphones) und man sieht sogar englische Polizisten, Bobbys, durch die Straßen patrouillieren.

 

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