Europa

Wunderschöne Amalfiküste3 Minuten Lesezeit

Ich habe vor kurzem Fotos von der Amalfiküste gesehen und war direkt wieder hin und weg. Und während ich das hier schreibe, überlege ich schon, wann ich das nächste Mal hinfahre. Aber erstmal schreibe ich mal über meinen Trip an die wunderschöne Amalfiküste.

Magischer Urlaub an der italienischen Amalfiküste

Ich hatte einen Segeltörn an der Amalfiküste gebucht. Mittlerweile weiß ich aber aus Erfahrung, daß man bei Segeltörns zwar sehr viel Wasser, aber verhältnismäßig wenig Land sieht. Also man sieht schon Land, aber eben nur vom Wasser aus. Und wenn man dann an Land ist, dann doch eher recht spät, so daß man eigentlich eher Lust auf eine Pizza verspürt statt auf Sightseeing.

Daher bin ich schon ein paar Tage früher geflogen und habe mir den Luxus gegönnt, mich in Neapel vom Taxi abholen zu lassen. Schon schön; ich könnte mich daran gewöhnen. Ich hatte mir ein Hotel in Atrani gebucht, das etwa 66 km vom Flughafen in Neapel entfernt liegt. Mit Bus und Bahn hätte ich mehrfach umsteigen müssen, um nach Atrani zu kommen. Mit meinem Privattaxi hat’s über die Amalfitana etwa eine Stunde gedauert und ich habe sogar noch die Villa von Sophia Loren gezeigt bekommen :-).

Blick aufs Thyrennische Meer - Atrani an der Amalfiküste

Atrani an der Amalfiküste – Ort mit Suchtpotential

Atrani…ich habe mich in den paar Tagen dort in diesen Mini-Ort schockverliebt. Das ging ganz fix. Atrani hat gerade mal 900 Einwohner, hat keine Straßen und liegt nur einen Steinwurf von Amalfi entfernt. Mein Hotel – der wunderschön hergerichtete Palazzo Ferraioli – lag ein bißchen am Hang. Aber da es keine Straßen, sondern nur Stufen gibt, muss man (oder eben Mann…) das Gepäck  hochschleppen. Segeln bedeutet in der Regel immer viele Klamotten und daher auch schweres Gepäck. 88 Stufen…ich wäre NIE oben angekommen. Aber zum Glück hat der Page des Hotels meine Reisetasche hochgewuchtet. Mir blieb noch mein kleines Handgepäck und war selbst damit schon fast überfordert. 88 Stufen hört sich jetzt nicht so schlimm an, aber die sahen aus, als hätte sie mal irgendjemand direkt aus dem Hang gemeißelt.

Beim zweiten Mal gings aber schon viel besser, vielleicht auch, weil ich mit weniger Gepäck unterwegs war. Auf jeden Fall aber, weil ich in meinem (doch eher schnarchigen) Tempo unterwegs war.

Gut…kurz auf’s Zimmer, frisch machen, Kamera schnappen und den Weg nach Amalfi suchen. Also die 88 Stufen wieder runter und versuchen, sich in dem Gassen-Wirrwarr nicht zu verlaufen. Aber Atrani ist so klein, da kommt man nach kürzester Zeit wieder am Wasser raus.

Von Atrani nach Amalfi geht man maximal 20 Minuten, je nachdem, welchen Weg man wählt.

Da an der Amalfiküste Parkplätze ein rares Gut sind, wurde ein Loch in den Berg gesprengt und so eine direkte Verbindung und ein Parkhaus geschaffen. Aber der schönere Weg ist natürlich der am Wasser entlang.

Amalfi selbst ist auch nicht sehr viel größer als Atrani  – na gut, ein wenig schon. Aber der Ort ist um einiges mondäner. Nicht so exklusiv wie Positano, aber auch in Amalfi gilt Sehen und Gesehen werden. Mich hat der Yachthafen und die Piazza vorm Duomo Sant‘ Andrea fasziniert. Diese Kirche ist alles, nur nicht typisch italienisch. Irgendwie byzantinisch, arabisch, orientalisch schaut er aus.

Davor dann diese monumentale Freitreppe. Ein alter Volksglaube sagt, dass der, der die ganzen Stufen hochsteigen kann, ohne einmal Luft zu holen, einen Wunsch frei hat. Ich kann da nicht mitreden…ich entschuldige mich mal damit, dass ich auf der Suche nach Fotomotiven ständig angehalten hab.

Im Dom war ich leider nicht, aber ich habe mir sagen lassen, daß er einen wunderschönen Kreuzgang hat und sich auf dem Areal noch eine weitere Kirche „versteckt“ hat.

Grandiose Aussicht in Ravello

Am nächsten Tag wollte ich nach Ravello. Wie komme ich da hin? Es gibt den Fußweg von Atrani steil den Berg rauf. Bestimmt nicht…oder die Fahrt mit dem Bus. Ich nahm den Bus – pures Abenteuer. Die Straßen sind mega eng, das ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Manchmal geht’s da richtig steil runter. Für mich genau richtig, ich hab aber auch keine Höhenangst.

In Ravello angekommen, kann man sich entscheiden, ob man die Villa Rufolo (direkt am Dom) besichtigt oder noch ein wenig bergauf wandert bis zur Villa Cimbrone. Und obwohl es so gar nicht typisch für mich ist, hab ich mich für die Villa Cimbrone entschieden. Ich hatte vorher schon soviel von der Terrazza dell’infinito, der Terrasse der Unendlichkeit, gelesen und wollte den Ausblick unbedingt genießen.

Die Mühe hat sich gelohnt. Der Garten ist ein Paradies und die Aussicht entschädigt für alles. Die Villa selbst ist ein luxuriöses Hotel. Ich hätte da gerne mal reingeschaut, aber so dreist war ich nicht. Ich kann den Besuch wirklich empfehlen – auch wenn man aktuell 7 Euro Eintritt zahlen muss. Aber schaut selbst, wie schön es dort ist:

auf dem Weg zur Villa Cimbrone in Ravello an der Amalfiküste
Terrasse der Unendlichkeit im Garten der Villa Cimbrone in Ravello an der Amalfiküste
phantastische Aussicht von der Terrasse der Unendlichkeit in Ravello an der Amalfiküste
Blick von Ravello auf Atrani an der Amalfiküste

Dann wollte ich noch nach Capri und Positano, hatte aber nur noch einen Tag Zeit. Also was tun? Entschieden habe ich mich für… Positano, weil Capri einen Yachthafen hat und Positano nicht. Capri würden wir dann auf dem Törn eh ansteuern. Also auf nach Positano. Es gibt wieder zwei Möglichkeiten, Positano zu erreichen: Bus oder Fähre. Diesmal habe ich mich für das Boot entschieden. Man kann schön oben an Deck sitzen und ist nach etwa einer halben Stunde da. Und es ist wie überall – vom Wasser aus ist der Anblick noch mal viel schöner. Vor allem Positano macht von der Seeseite echt was her. Diese ganzen bunten Häuschen, die sich da den Hang hinauf stapeln.

Ich bin dann dort erstmal vom Hafen aus – Marina Grande – die mit Bougainvillas überdachte Hauptgeschäftsstraße Via dei Mulini hochgelaufen bis zur Piazetta dei Mulini. Und dann habe ich die Touristenpfade verlassen und Positano erkundet.

 

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