USA

Warum Sarasota eine Reise wert ist3 Minuten Lesezeit

Ich hab’s so ein bißchen mit den Inseln…außer den bekannten Keys vor Miami gibt’s ja noch die Inseln vor Sarasota. Ganz ehrlich und Hand auf’s Herz…wer denkt bei Florida an Sarasota??? Miami, Key West, Orlando, Palm Beach und wenn Golfküste, dann hat man höchstens die Everglades auf dem Schirm. Aber Sarasota? Und ich bin auch ganz ehrlich…ich kannte es nicht. Dabei ist es traumhaft schön dort. Und es gibt unendlich schöne Strände.

1. Sarasota Keys – jede Insel ein Strandparadies

Vor Sarasota liegt auch noch eine Handvoll Keys: Siesta Key, Lido Key, Longboat Key, Casey Key, Venice und Manasota Key.

Und jede Insel hat Wahnsinns-Strände; ich habe den Siesta Key Beach kennengelernt. Der Sand ist irre weiß und ganz fein. Ein breiter Sandstrand und soooo sauber. Ich hab jetzt schon einige Strände gesehen, aber dieser hier toppt echt alle.

Der Strand von Siesta Key wurde bereits mehrfach als bester Strand der USA ausgezeichnet und 2011 sogar als bester Strand der Welt gekürt! Nicht schlecht…

 

Aber auch die anderen Keys stehen Siesta Key in Sachen Beach in Nichts nach:

  • Lido Key ist eher ruhiger, aber trotzdem mit schönen Stränden.
  • Longboat Key ist exklusiv mit privaten Strandabschnitten vor herrschaftlichen Anwesen
  • der berühmteste Bewohner von Casey Key heißt Stephen King
  • Manasota Key punktet mit einem schmalen, aber ellenlangen Sandstrand
  • Venice Beach ist wegen der schönen Korallenriffe besonders bei Tauchern beliebt
  • Caspersen Beach auf Venice ist der längste Strand im Sarasota County. Spannend ist die Suche nach Haizähnen am Strand.

2. Shopping im St. Armand’s Circle

Nur durch eine Brücke getrennt von Lido Key liegt St. Armand’s Circle, ein ganz außergewöhnliches Shopping-Center. Über 130 Shops, Restaurants und Bars sind im Kreis angelegt und irgendwie hat das ja was. Ich habe dort den Laden „Tropical Shores“ entdeckt. Aromatisiertes Popcorn kennt man hier ja mal eher gar nicht. Entweder gibt es süß oder salzig im Kino. Aber dort gibt es so abgefahrene Sorten wie Bacon Cheddar oder Knoblauch. Ich hab mir eine Tüte Cinnamon Sunburn mitgenommen…ich liebe Zimt. Wie schade, dass es sich irgendwie nicht lohnt, Popcorn im Wert von 6 USD nach Übersee zu liefern.

sooo…lecker…Popcorn mit Zimtgeschmack

 

Ok…ich könnte ja noch ein bißchen was über die Geschichte dieses kleinen Eilands erzählen. Benannt ist die Insel nach seinem ersten Bewohner: Charles St. Amand. Aber wirklich bewohnbar gemacht hat sie der Zirkus-Pioneer John Ringling. Er kaufte die Insel 1917 bereits mit dem Plan, dort ein Shopping-Center in der Form eines Kreises zu eröffnen. Allerdings hätte man damals noch dahin schwimmen oder das Boot nehmen müssen, denn es gab noch keine Brücke. 1925 wurde dann der Ringling Causeway eröffnet, als Verbindung mit dem Festland.

3. Marie Selby Gardens – ein botanisches Paradies

Ich hab ja ein Faible für Überleitungen…ich meinte ja vorhin schon, dass ich so gar keine Ahnung hatte, dass es Sarasota überhaupt gibt. Aber jetzt bin ich echt happy, dass ich dort war. Sarasota liegt knapp 80 Kilometer südlich von Tampa direkt an der Golfküste. Ich war begeistert, wie freundlich die Leute dort sind. Wildfremde Menschen haben mich gegrüßt…allerdings muss man dazu sagen, dass mir das Wort Touri quasi auf der Stirn geschrieben war. Immer schön langsam unterwegs, damit mir auch ja kein Fotomotiv entgeht :-).

Zusätzlich zu moderner Architektur stehe ich auch noch total auf Botanische Gärten. Von dem Marie Selby Botanica Garden in Sarasota hatte ich schon vor meiner Reise gehört und es war so klar, dass ich dort unbedingt hin muss. Der Eintritt ist zwar schon recht happig (aktuell sind’s 20 USD pro Person), aber der Park ist jeden Cent wert: wunderschön angelegt mit verwunschenen Ecken, uralten Banyan-Trees und immer mal wieder Blicken aufs Wasser. Dazu jede Menge exotische Pflanzen und Blumen, wie die kleine grüne Nationalblume von Chile und natürlich mehr als 6.000 verschiedene Orchideenarten.

4. Ringling Estate – Besuch im Zirkusimperium

Wer kennt John Ringling? Also, ich eigentlich nicht. Wenn es um Zirkus geht, dann kennt man hierzulande ja eher die großen europäischen…gibt es eine Mehrzahl von Zirkus? Zirkusse? Egal…

Also John Ringling war zusammen mit seinen Brüdern Gründer des größten amerikanischen Zirkusimperiums Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus. In Sarasota errichtete er das Winterquartier für den Zirkus, mit einem der größten Anwesen der USA im Mittelpunkt. John und seine Frau Mable liebten den venezianischen Stil, daher schaut ihre Villa Ca d’Zan auch aus wie ein Palazzo in Venedig.

Es gibt eine Führung durch die Villa (natürlich ziemlich teuer, aber man kann wählen zwischen dem kompletten Rundgang oder nur durchs Erdgeschoss), in der man alles über die Geschichte der Familie erfährt. Und ich muss gestehen, das war schon echt interessant.

 

Zu dem Anwesen gehören heute neben der Villa Ca d’Zan ein Kunstmuseum mit einer riesigen Kunstsammlung, ein echt spannedes Zirkusmuseum, in dem man sogar etwas anfassen darf (ganz anders als in der Villa, da darf man noch nicht mal das Treppengeländer berühren :-) ) und als Herzensprojekt von Mable Ringling ein bis heute blühender, wunderschöner Rosengarten.

5. Manatee – das Maskottchen von Sarasota

Wenn Ihr noch Zeit übrig habt, dann schaut doch noch bei Mote Marine Laboratory & Aquarium vorbei. Es ist eher ein Meeresbiologisches Institut als ein typisches Aquarium. Den Wissenschaftlern dort geht es nicht darum, die Tiere zu präsentieren und auszustellen, sondern ihr Leben zu erforschen. Hier kann man wunderbar Manatees beobachten – Hugh und Buffett stehen als Botschafter ihrer Art :-). Man findet hier auch keine exotischen Meeresbewohner, sondern nur solche, die vor der Küste Sarasotas eh vorkommen: Quallen, Seepferdchen, Haie, Rochen, Schildkröten und eben Manatees.

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