USA

Florida – Mein Roadtrip entlang der Golfküste12 Minuten Lesezeit

Es wird doch mal wieder Zeit für einen weiteren Post über mein Florida-Erlebnis. Und zwar einen Post über die komplette Reise, meinen Roadtrip. Nicht nur meine Highlights oder meine Tipps, sondern komplett. Ich entschuldige mich aber schon mal vorab für die Länge des Textes. Es ist mal wieder länger geworden.

Ich bin im Mai geflogen. Ein paar Tage vor meinem Abflug hatte ich noch Schnee in München. Und nur ein paar Tage später waren es dann täglich über 30 Grad Celsius. Ich mag ja den Sommer, aber irgendwann wird auch das langweilig. So blöd es sich anhört, aber mit der Zeit wird man da echt träge. Da kann ich einen eigenen Pool echt empfehlen. Einen Großteil der Zeit, die ich dort war, habe ich tatsächlich am und im Pool verbracht.

Florida – Anreise

Mein persönlicher Roadtrip an der Golfküste von Florida startete in Düsseldorf am Flughafen. Ich hatte einen unverschämt günstigen Flug nach Miami erwischt: für gerade mal 303 Euro hin und zurück mit Delta Airlines. Gebucht über Delta, geflogen wird dann mit den Partner-Airlines. Stop-over Amsterdam = KLM, Stop-over Paris = Air France. Statt von München fliege ich diesmal von Düsseldorf ab. Also setze ich mich in mein Auto und mache vorher noch einen Heimatbesuch im Rheinland. 

Gut, dann geht’s aber los. Ich wäre sehr gerne Nonstop geflogen, war aber nicht drin für das kleine Geld. Also umsteigen in Amsterdam. Was ich mir aber noch gegönnt habe, waren Plätze mit etwas mehr Beinfreiheit (schnell noch gebucht für insgesamt 100 Euro). War noch drin im Budget. 

Es ging nicht wirklich entspannt los, weil ich schon auf dem Weg zum Flughafen im Stau stand. Ging aber alles gut. Köfferchen abgegeben und auch erst in Miami wiedergesehen. Amsterdam-Schiphol ist definitiv nicht mehr der kleine Flughafen, als den ich ihn in Erinnerung hatte. Irgendwann hatte ich dann auch das Gate gefunden und das Abenteuer beginnt. 

Nach 9 Stunden Flug sehe ich irgendwie aus wie…naja, das überlasse ich Eurer Phantasie. Ich würde so gerne mal Business fliegen…da schaut man bei der Landung bestimmt aus wie das blühende Leben. Passt nicht ins Budget. Wär aber schon schön…

Angekommen in Miami geht’s dann erst mal zur Imigration. Ich finde es ja eigentlich recht erschreckend, dass man trotz Esta-Visum noch keine 100%ige Garantie hat, auch wirklich einreisen zu dürfen. Ich frage mich dann, wer den Rückflug bezahlt, wenn man tatsächlich mal nicht einreisen darf. Denn der, den man gebucht hat, ist ja erst in ein paar Tagen/Wochen. Und der würde dann ja verfallen.

Genug philosophiert, am Flughafen in Miami stehen Automaten, in denen man alle Fragen noch mal beantworten muss, wie man sie schon vom Esta-Visum kennt. Das Gute aber ist, der Automat kann deutsch. Man schiebt unten seinen Reisepass rein und dann weiß das Gerät, welche Sprache es wählen muss. Sehr clever…

Meine Roadtrip-Etappen:

Miami South Beach

Oh ja, ich gebe es zu, ich habe früher Miami Vice geschaut. Aber weniger wegen der Architektur als mehr wegen der Autos (oder so). Als ich meine Tage in Miami geplant hatte, war ich eigentlich auf der Suche nach einem Hotel in Downtown Miami. Dann erzählte mir eine Kollegin von South Beach. Nach kurzer Recherche war mir schon klar, dass ich mein Hotel auf jeden Fall dort buchen musste. Von Miami hab ich dadurch so gut wie nichts gesehen, aber ich hab auf jeden Fall fast komplett South Beach erkundet. 

Ich mach dann mal wieder ein bisschen (unbezahlte und unaufgeforderte) Werbung – wenn Ihr auch mal ein paar Tage in Miami South Beach verbringen möchtet und noch auf der Suche nach einem Hotel seid, dann schaut Euch doch mal dieses hier an: Werbung  Urbanica The Meridian Hotel*. Das sieht in echt genauso gut aus wie auf den Bildern im Netz. Ein wirklich sehr gutes, familiär geführtes Hotel. Jetzt haben die Amerikaner den Service ja fast schon erfunden. Manchmal kann es auch echt too much sein, aber hier im Hotel empfand ich es als sehr angenehm. 

Miami South Beach ist ja das Art Déco Viertel. Ich konnte mich so gar nicht satt sehen an den Häusern in allen Pastellfarben, die es so gibt. Und dann am Abend mit den bunten Leuchtreklamen schon mal gar nicht…schööön…

Florida Keys

Von Miami South Beach ging es dann weiter auf die Florida Keys. Ziel unserer Reise war Key West, aber vorher machten wir noch Halt auf Marathon. Ich kann das auf englisch gar nicht aussprechen, es klingt komisch.

Um auf die Keys zu kommen, sind wir die Old Cutler Road gefahren. Ein kurzes Stück weg vom Highway und obwohl die Metropole Miami doch ganz nah ist, kommt man sich vor wie in einer anderen Welt. Ich gebe es zu, in einer reichen, vermögenden Welt. Links und rechts der, von alten Banjan-Trees gesäumten Straße, stehen echt prächtige Anwesen. Coral Gables ist schon eine der besseren Wohngegenden. 

Zurück auf dem Highway 1 geht’s dann kurz vor Key Largo auf den Overseas Highway. Eine ellenlange Straße bis nach Key West. Von Key Largo habe ich jetzt nicht so viel gesehen, das was ich gesehen habe, war jetzt nicht wirklich spektakutär. Aber ich bin mir sicher, dass es auch dort ganz schöne Ecken gibt.

Wenn man dann weiterfährt, kommt man an ganz lustigen Namen vorbei: Duck Key, Money Key…

Florida Keys – Bahia Honda State Park

Und vor allem kommt man am Paradies vorbei. Wenn wir nicht ein Ziel – Key West – gehabt hätten, wäre ich bestimmt länger geblieben. Das war mein kleines Paradies. Man zahlt fürs Auto inklusive der Personen ein bisschen Geld (aktuell 2019 sind es 8 USD pro Auto), aber der Park ist jeden Dollar wert. Ich habe noch nie so blaues Wasser gesehen (ich war ja auch noch nie in der Karibik oder auf den Whitsunday Islands). Und für den, der sich wirklich nicht aus diesem Paradies verabschieden möchte, kann tatsächlich länger bleiben. Hotels gibt es keine, aber Camping ist erlaubt.

36850 Overseas Highway, Big Pine Key | geöffnet 365 Tage im Jahr, von morgens 8 Uhr bis zum Sonnenuntergang

Es war ja mein „erstes Mal“ auf den Florida Keys und ich muss gestehen, ich hatte irgendwie etwas mehr erwartet. Mein erster Eindruck von den kleinen Inselchen: schaut auch nicht anders aus als anderswo. Ok, wenn der Teil der Insel so schmal ist, das links und recht der Straße nur ein Haus steht und man auf beiden Seiten das Meer glitzern sieht, ist das für mich als Großstädterin schon ein Highlight. Aber das nutzt sich irgendwie ab, wenn man es häufiger sieht.

Wir hatten eine Nacht im  Werbung  Skipjack Resort Suites & Marina* in Marathon gebucht. Und auch wenn die Anlage von außen jetzt nicht viel her macht, war das Zimmer – Quatsch, war schon fast eine Wohnung – absolut modern und gemütlich. Ganz wichtig (vor allem in den USA) ist der große Parkplatz vor dem Apartment. Wir hatten unser Zimmer im obersten Stockwerk (juchuh…wieder mal ein Upgrade) und hatten einen schönen Blick auf die Marina. Es gab dann noch einen Pool und ein Restaurant, in dem wir es uns abends gemütlich gemacht haben und uns durch diverse Biersorten probiert haben.

Skipjack Resort & Marina | 19 Sombrero Blvd. | Marathon | FL 33050 USA

Florida – Key West

Am nächsten Morgen ging es für uns dann weiter nach Key West. Diese Insel war für mich immer der Inbegriff des Paradieses. Ich wollte seit Jahren mal hin. Passte aber nie ins Budget. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, Key West kennenzulernen und hatte deshalb auch mega-große Erwartungen. Vielleicht nicht die beste Voraussetzung für einen objektiven Besuch…

Geplant waren eigentlich zwei Nächte auf Key West, also am Freitag auf dem direkten Weg von Miami nach Key West. Meine Freundin brauchte aber schon einen halben Tag von Sarasota nach Miami South Beach und wir hätten dann noch mal genauso lange nach Key West gebraucht. Das kann man doch auch entspannter haben.

Ein weiterer Punkt sind die horrenden Hotelpreise. Wenn ich überlege, was ich für eine Nacht in einem 3 Sterne-Hotel bezahlt habe…da war mein Flug nach Miami und zurück günstiger. Naja, fast…ich habe knapp 300 Euro für EINE Nacht bezahlt!!! Aber manchmal muss man bereit sein, das zu zahlen. Vor allem, wenn man sich schon so lange darauf gefreut hat.

Das Hotel war dann auch schnell gefunden: von Marathon nach Key West ist’s echt nur ein Katzensprung. Morgens ging’s für uns dann noch schnell zum nächstgelegenen Starbucks… Frühstück…wohin sonst? Starbucks gibt’s dort wirklich an jeder Ecke, aber die sind schon echt teuer. Ich war wieder verliebt in meinen grünen Smoothie, den ich schon bei meinem Besuch in New York 2016 entdeckt hatte. Gibt es scheinbar nur in den USA und nicht bei uns. Hab schon geguckt.

Dann aber nichts wie los nach Key West. Wir wollen doch möglichst viel sehen von der Insel. Ich nehme schon mal vorweg…ich muss der Insel wohl noch mal eine Chance geben. Irgendwas lief schief bei unserem ersten Zusammentreffen. Eine Mitschuld trägt eindeutig das Hotel, dass so gar nicht zu dem hohen Preis passte. Preis/Leistung stimmten hier gar nicht. Es ging schon damit los, dass es keinen Parkplatz gab. Noch nicht mal einen, den man bezahlen musste. Also an der Straße parken, Parkschein ziehen und immer schön Geld nachwerfen. Und hoffen…

Dann war der Check In ab 15:00 Uhr und wirklich erst ab 15:00 Uhr. Nicht früher. Zu dem Zeitpunkt war dann die Rezeption mit einer Person besetzt…es dauerte also länger. Die Anlage ist so konzipiert, dass es in der Mitte einen Pool gibt und drumherum sind die Zimmer. Eigentlich ganz schön gemacht. Wollte ich so auch haben. Den Pool im Innenhof und die Zimmer gehen zum Pool. Unser Zimmer war im Erdgeschoss und roch ganz stark nach Chlor. Nach Pool eben. Blöd. Und es hatte seine besten Zeiten auch schon eindeutig hinter sich. Hier hätte ich mir vielleicht ein Upgrade in die erste Etage wirklich gewünscht.

Das Hotel selbst ist dann ab 19:00 Uhr sich selbst überlassen. Dann hat sich auch der letzte Angestellte in seinen Feierabend verabschiedet. Dann ist es irgendwie wie in einer Apartment-Anlage. Fand ich komisch. Dann hätte ich ja auch eine Ferienwohnung buchen können und hätte bestimmt weniger bezahlt.

Ich vermute ganz stark, dass mich dieser erste negative Eindruck in meiner Meinung über Key West beeinflusst hat. Ich muss also noch mal hin und mich dieses Mal ganz bewußt für ein Hotel entscheiden. Diese Buchung über Hotwire.com – eine Art Roulette-Buchung – ist wohl nicht so mein Ding. Dabei hatte ich mich schon gefreut, als ich gelesen habe, welches Hotel ich wirklich gebucht hatte. Vielleicht bin ich einfach nur zu verwöhnt…

Den berühmten Sonnenuntergang haben wir dann auch noch verpasst…dafür kann aber das Hotel nichts…

Ein Highlight gab’s dann aber doch noch auf Key West. Wir waren im Haus von Ernest Hemingway. Dieses Museum des weltberühmten Schriftstellers ist ja das Heim von ganz vielen Katzen. Und zwar von ganz berühmten Katzen: die haben vorne alle 6 Zehen! Und die sehen damit so putzig aus. Trotz des komischen Namens: Polyactyl Cats. Die Miezen liegen alle im Haus und im Garten herum und sind total zahm. Streicheln finden sie jetzt nicht ganz so toll, aber fotogen sind sie. Ich war mir so sicher, dass ich Fotos gemacht habe, finde aber keine. Ihr könnt sie Euch aber auf der Homepage des Hemingway House anschauen:  https://www.hemingwayhome.com/cats/

Durch die Everglades – Tamiami-Trail

Von Key West ging es dann zurück nach Sarasota. Der Weg war schon recht weit. Ich glaub, wir waren etwa 6 Stunden unterwegs. Ein Großteil der Fahrt geht schon für den Overseas Highway und rund um Miami drauf. Klar über den Highway, aber Miami ist ja mal nicht gerade eine Kleinstadt.

Dann auf dem direkten Weg durch die Everglades. Ich kannte dieses Sumpfgebiet ja vorher nur aus Film, Fernsehen und Büchern. Von daher wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet. Diese schnurgerade Straße war dann auch recht unspektakulär. Nur diese ganzen Warnungen vor Panthern und Krokodilen waren doch etwas spooky. „Echte“ Krokodile habe ich nicht gesehen, aber immer mal wieder kleine Leguane oder Mini-Krokodile am Straßenrand. Aber wir sind ja auch in Florida. Da gibt’s die Viecher ja auch schon mal auf dem Golfplatz oder auch im Gartenteich. Da hätte ich schon lieber einen Panther gesehen…

 Florida Golfküste – Sarasota

Sarasota ist toll! Hand aufs Herz…wer kennt Sarasota? Ich hatte diese Kleinstadt vorher auch nicht auf dem Schirm. So generell kam mir bei Florida weniger die Golfküste in den Sinn. Aber ich bin total begeistert und wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich glatt nochmal hinfahren. Was Ihr Euch anschauen müsst…

Marie Selby Botanical Garden

Man muss nicht unbedingt einen grünen Daumen haben, um Spaß an diesem Botanischen Garten zu haben. Mir gefielen die ganzen versteckten Eckchen mit Blick aufs Wasser. Diese blühende Pracht natürlich sowieso. Einen umfangreicheren Bericht über diesen wunderschönen Garten habe ich auch schon mal geschrieben.

900 S. Palm Ave, Sarasota | geöffnet von 10 – 17 Uhr | Eintritt 25 USD (schon recht teuer, lohnt sich aber)

 

Siesta Key Beach

Das ist DER Strand! Bahia Honda gefiel mir ja schon sehr gut, aber da war es das Komplettpaket aus Wasser, Strand und Palmen. Hier ist es einfach nur der Strand. Ich habe noch nie solchen Sand gesehen: ganz weiß und ganz fein. Irre lang und irre breit. Und im Sommer auch irre voll. Aber in Florida ist es ja (zum Glück) so gut wie immer warm.

Der Sand schaut aus, als würde man durch Puderzucker laufen. Und dieser Quarzsand hat eine ganz besondere Eigenschaft: er wird nicht heiß. Man verbrennt sich also auch bei sengender Hitze nicht die Füsse. Wahnsinn! Es hat also einen Grund, warum der Strand regelmäßig als „Bester Strand Amerikas“ ausgezeichnet wird. Und das nicht von irgendwem, sondern vom National Geographic Magazine!

Von Downtown Sarasota fahrt Ihr mit dem Auto etwa 20 Minuten bis Siesta Key. Außer nur am Strand liegen könnt Ihr auch noch Volleyball spielen, die Kids können sich auf dem Spielplatz austoben, Tennis spielen und Yoga geht auch.

Sarasota Keys

Diese einzelnen kleinen Inselchen gibt es auch in Sarasota. Und irgendwie sind sie alle etwas Besonderes. Auf manchen kann man „nur“ etwas exklusiver wohnen – Lido Key oder Longboat Key. Auf anderen kann man etwas exklusiver einkaufen – St. Armands Key. Lido Key zum Beispiel ist eine sehr exklusive Gated Community. Diese bewachten Wohnanlagen sind ja irgendwie typisch für die USA. Rein kommt man nur mit Ausweis oder man ist angekündigt. Hat schon was von Sicherheit. Krokodile kommen aber trotzdem rein…

St. Armands Key ist quasi eine „Shopping-Center-Insel“. Dort gibt es viele kleine Läden, einige Restaurants und Bars, recht wenige Parkplätze und leckeres Popcorn mit Geschmack (ich hab mich in Cinnamon Sunburn verknallt). Um auf Longboat Key zu wohnen, sollte man definitiv schon älter sein und ein prall gefülltes Bankkonto haben. Normalsterbliche können dort aber Urlaub machen, kostet halt nur ein bisschen mehr.

Ringling Estate

Zirkus-Fans kommen hier auf ihre Kosten: im Zirkus-Museum der Ringling Brothers. Das Zirkusimperium Ringling Bros. and Barnum & Bailey war ja mal das Größte der Welt. Zu dem Areal gehört neben mehrerer Museen auch die Villa des Clan-Chefs John Ringling. Der schwärmte so von Venedig und mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche baute er sich seinen eigenen venezianischen Palazzo…in Sarasota. Dieses riesige Anwesen wurde dann nach ihm benannt: Ca‘ d‘ Zan oder auch (übersetzt) House of John. Hört sich natürlich auf venezianisch schöner an.

Ich habe die Führung „Mable’s Tour“ durch die Villa mitgemacht. Dauert eine knappe Stunde, ist natürlich komplett auf englisch und kostet 45 USD. Das ist ein stolzer Preis, aber man kann nicht einfach nur die Führung buchen, sondern muss auch immer den Eintritt für die Museen mitbezahlen. Der Besuch lohnt aber.

5401 Bay Shore Rd., Sarasota | www.ringling.org | geöffnet jeden Tag 10:00 – 17:00 Uhr; Donnerstag 10:00 – 20:00 Uhr

Florida – Everglades

Ach ja…die Everglades. Das ist Natur pur. Viel Wasser, viel Grün und diese Stille. Bis dann ein Airboat vorbeischießt. Dann ist es vorbei mit der Stille.

Für mich war die Fahrt Spaß pur. Hatte was von Achterbahn, nur ohne Looping. Zum Glück. Laut ist es…und nass. Wenn man – wie ich – vorne in der ersten Reihe sitzt. Kleiner Tipp: Kameras nur geschützt mit Tasche mitnehmen. Denn es spritzt ganz schön. Da nimmt niemand Rücksicht auf eine ungeschützte Kamera.

Krokodile gab’s für mich jetzt nicht (hab ich auch nicht gebraucht). Dafür durfte ich Waschbären aus nächster Nähe sehen. Die sind ja mal echt putzig.

Golfküste Florida – Sanibel Island

Nach dem Reinfall mit Key West hoffte ich dann auf ein schönes Wochenende auf Sanibel Island. Natürlich hatte ich das Hotel – wie immer – schon zu Hause gebucht und zwar wieder über Hotwire.com. Dieses Mal wurde ich zum Glück nicht enttäuscht.

Das Schöne an dieser Insel ist, dass alle Häuser nicht höher sein dürfen, als die höchste Palme. Das ist doch toll, oder? Deshalb gibt’s hier auch keine großen Hotelkästen am Strand. Apropos Strand Sanibel Island ist DAS Muschelparadies. Wir haben beim Einchecken neben dem Schlüssel auch Tüten zum Muschelsammeln bekommen.

Das Werbung  West Wind Inn* liegt direkt am Strand. Nur einmal kurz über die Wiese laufen und schon waren wir am Wasser. Es war jetzt ein bißchen windig und nicht so sonnig, aber dafür gab’s an der Golfküste dann auch endlich mal eine schöne Brandung. Meiner Freundin war das nicht geheuer; sie meinte, sie hätte das Meer noch nie so aufgewühlt gesehen. Ok…aber jetzt schaute es wenigstens nach Meer aus. Die Amis…

Wirklich viel machen kann man auf dem Inselchen nicht. Es gibt einen Leuchtturm, den wir uns eigentlich auf dem Rückweg anschauen wollten. Aber da man fürs Parken echt viel Geld bezahlen musste, haben wir uns die Kultur gespart und sind lieber in Fort Myers shoppen gegangen (da war immerhin das Parken umsonst ;-) ).

Fashion Outlet Shopping

Direkt hinter der Brücke nach Sanibel Island (wenn Ihr erst auf die Insel wollt, natürlich davor) liegt nämlich ein kleines Fashion Outlet: Sanibel Outlets. Es ist aber nur ein ganz kleines Outlet Center mit gerade mal 41 Shops. Hat aber schon ausgereicht, um Geld auszugeben. Ich liebe die Klamotten von Tommy Hilfiger. Bezahlen kann ich sie aber leider nur in den Outlets in der USA. Außerdem bilde ich mir ein, dass die Stücke in Deutschland enger geschnitten sind. Es gibt definitiv Grössenunterschiede zwischen den USA und Deutschland.

Sanibel Outlets | 20350 Summerlin Rd., Fort Myers | Mo – Sa 9:00 – 21:00, So 10:00 – 18:00

Greyhound – Zurück zum Miami Airport

Nach vielen, vielen Jahren bin ich dann mal wieder mit dem Greyhound Bus gefahren. Damals im zarten Alter von 18 Jahren ging’s von San Diego nach San Francisco und dieses Mal von Sarasota nach Miami.

Man fährt schon den ganzen Tag, aber der Bus war nie wirklich voll, so dass ich immer zwei Plätze belegen konnte. Außerdem gab es kleine Kaffee-Pausen unterwegs. Nichts desto trotz bin ich ja ein wenig verwöhnt und kann mir durchaus bessere Fortbewegungsmittel vorstellen. Aber es hat zeitlich alles nicht besser gepasst. Und dazu kommt natürlich noch, dass die Greyhound-Fahrten echt günstig sind. Ich hab nur 35 USD für die Fahrt von Sarasota nach Miami bezahlt.

Wenn Ihr dann angekommen seid, steht Ihr irgendwo im Nirgendwo. Ich hab tatsächlich ein bisschen länger suchen müssen, um ein Taxi zu erwischen. Für die letzte Nacht habe ich mir dann noch eine Nacht im Hotel am Airport gegönnt. Damit war der letzte Tag weniger stressig und ich wurde dann auch schön mit dem Shuttle zum Terminal gefahren. Aber nicht jedes Hotel in der näheren Flughafen-Umgebung hat den kostenlosen Transfer angeboten. Deswegen hatte ich mich für das Regency Hotel Miami entschieden und das war jetzt auch nicht die schlechteste Entscheidung. Die Lage ist natürlich nicht der Hit, aber das war ja zu erwarten.

Mein Fazit:

Für Beachfans ist Florida DAS Paradies. Jetzt kenne ich ja nur die Golfküste. Und die Florida Keys. Sarasota ist eine definitiv unterschätzte Perle. Tampa und St. Petersburg standen ja eigentlich auch noch auf meinem Plan. Genauso wie Miami selbst. Das bedeutet dann ja, dass ich irgendwann noch mal nach Florida fliegen muss. Ich muss ja auch Key West noch mal eine Chance geben…

Ach ja…die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Wenn Euch meine Hotelvorschläge gefallen und Ihr über diese Links bucht, bekomme ich eine kleine Provision. Für Euch ändert das aber an den Hotel-Preisen nichts.

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