Sehenswert

Sehenswert – Blankenese in Hamburg3 Minuten Lesezeit

Blankenese Hamburg Treppenviertel sehenswert

Blankenese ist ein ganz besonderer Ort. Hat fast schon was Magisches. Der Stadtteil liegt ganz am Rand von Hamburg, dass sich viele Bewohner schon gar nicht mehr wie Hamburger fühlen. Blankenese war viele Jahre dänisch und gehört erst seit 1938 zu Hamburg.

Hamburg ist aufgrund des vielen Wassers in der Stadt schon recht besonders. Und die Wohngebiete, die dann direkt am Wasser liegen, sind auch ziemlich mondän und exklusiv.

Die Exklusivität in Blankenese zeigt sich aber daran, dass ein Teil des Ortes autofrei ist. Ich habe noch nie vorher eine große Villa OHNE Garage gesehen. Aber wie soll man auch mit dem Auto zum Haus kommen, wenn rundherum nur Treppen sind?

Wie kommt Ihr ins Treppenviertel von Blankenese?

Ihr müsst Euch das Treppenviertel einfach mal anschauen. Wenn Ihr jetzt nicht gerade in Blankenese wohnt, dann kommt Ihr mit dem Bus Linie 36 oder der S 1 am Bahnhof an. Das ist übrigens das älteste Bahnhofsgebäude in Hamburg.

Von dort müsst Ihr einmal über die Hauptstraße, dann durch den Hessepark und schon geht’s los. „Einstiege“ gibt’s genug. Wenn Ihr fit seid, lauft Ihr kreuz und quer, Treppe rauf, Treppe runter.

Empfehlen kann ich Euch, den Süllberg zu besteigen. Ihr braucht keine Wanderausrüstung, um Hamburgs einzigen Berg zu besteigen. Aber es ist den Aufstieg wert, allein schon wegen dem tollen Blick auf die Elbe.

Bergsteigen in Blankenese

Die Straße ist ganz schön steil. Aber ich bin auch ein ungeübter Wanderer. Oben angekommen findet Ihr dann das Hotel und Restaurant Seven Seas mit einer schönen Terrasse mit Blick auf Hamburg und die Elbe.

Ich konnte dort leider nicht sitzen und kann jetzt auch nicht sagen, ob sich die Rast lohnt. Obwohl ich im Juli dort war, war gefühlter Winter: kalt und nass. Wetter kann man sich halt nicht aussuchen. Manchmal passt’s halt einfach nicht. Aber jammern hilft auch nicht.

Ach ja, dort oben gibt’s dann auch ein Parkhaus. Für die Hotelgäste und die Anwohner drum herum.

Dann geht’s über unzählige Treppenstufen wieder hinunter in Richtung Elbe. Wenn Ihr schon mal eine Straße kreuzt, müsst Ihr aufpassen, nicht von der Bergziege erwischt zu werden.

Ihr fragt Euch jetzt sicherlich, welches exotische Tier sich da nach Hamburg verirrt hat? Ein Tier ist es nicht. Es ist der Bus, der durch Blankenese fährt. Die Straße sind recht eng und damit ist auch dieses Gefährt etwas kleiner und schmaler als ein normaler Bus.

Was gibt es noch zu sehen in Blankenese?

Wenn Ihr wieder unten angekommen seid – also unten an der Elbe – dann schaut doch mal nach den beiden Schiffwracks, die bei Niedrigwasser aus der Elbe ragen. Ich konnte das wirklich erst nicht glauben, dass die Elbe tatsächlich eine Art Schiffsfriedhof sein soll. Ich hatte immer nur die Fotos gesehen und das für Fotomontagen gehalten.

Aber nee, da liegen tatsächlich zwei Wracks rum. Also mit 100%iger Gewissheit kann ich das nur bei „Uwe“ sagen, denn das Heck habe ich gesehen und fotografiert. Da kann ich beweisen, dass das Binnenschiff dort liegt. Das andere Wrack soll ein Motorsegler aus Finnland sein. Den habe ich nicht gesehen. Aber ich glaub das mal.

Der Segler ist übrigens schon im Jahr 1926 gesunken und von ihm ist auch nicht mehr soviel übrig, weil die Ladung gebrannt hat. Uwe ist 1975 nach einer Kollision gesunken. Und das Heck ragt heute noch sehr fotogen a la Titanic aus der Elbe.

Eine weitere Attraktion ist der Römische Garten. Ich war jetzt nicht dort, obwohl er auf dem Plan stand. Aber das war dem Wintereinbruch im Juli geschuldet. Wir waren trotz der körperlichen Betätigung (Treppensteigen) durchgefroren und freuten uns auf geheizte Räume.

Wenn Ihr denn jetzt unten an der Elbe seid, könnt Ihr entweder wieder hochlaufen, um zurück zum Bahnhof zu kommen. Oder Ihr wartet auf die nächste Bergziege, die Euch wieder hochfährt. Oder Ihr nehmt die Fähre zurück zu den Landungsbrücken.

Rückfahrt nach Hamburg

Wir haben uns für die Fähre entschieden. Es ist leider keine Fähre, die Ihr mit Eurem HVV-Ticket benutzen könnt. Ihr müsst hier leider wieder bezahlen. Dafür habt Ihr aber eine ganz tolle Aussicht von der Wasserseite auf Hamburg. Und vom Wasser schaut alles noch mal viel exklusiver aus.

Ihr zahlt dann auf der Fähre und bekommt noch ein kleines Sightseeing-Programm dazu (allerdings vom Band). Das Schiff fährt dann noch kurz in den Hamburger Hafen, dreht dort und legt dann an Landungsbrücken an.

Mein Restaurant-Tipp

Bevor Ihr aber auf die Fähre steigt und falls der Magen knurrt…auf dem Ponton, an dem die Fähre an- und ablegt, findet Ihr ein recht unscheinbares Restaurant. Es ist der FISCHclub. Es schaut von außen echt nicht sehr einladend aus. Da wir aber Hunger hatten, sind wir da mal rein. Und wurden so positiv überrascht.

Von innen ein maritimes Träumchen, nicht zu kitschig, aber schon mit Fischernetz und den obligatorischen Muscheln und Seesternen dekoriert. Passte aber. Der Service super nett, keine Spur von hanseatisch unterkühlt (das ist echt nur ein Märchen, gerade die Hamburger sind immer nett und freundlich) und das Essen…lecker.

Ich hätte in dem schaukelnden Restaurant länger sitzen können. Im Sommer – also wenn es warm ist – kann man da bestimmt super schön sitzen. Da es ja auf einem schwimmenden Ponton ist, bewegt es sich bei jedem vorbeikommenden Pott…mal mehr, mal weniger.

Für den Fall, dass sich jemand daran stört, dass ich Werbung für den FISCHclub mache…es ist ganz eindeutig unbeauftragte und unbezahlte Werbung. Es war halt einfach lecker.

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