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Highlights in NRW – sollte man gesehen haben5 Minuten Lesezeit

Es gibt so den ein oder anderen Ort bei uns in NRW, den auch ich noch nicht kannte. Man kennt ja irgendwie nur so seine „Ecke“. Geht mir nicht anders. Aber das wollte ich ändern und so habe ich mir, als Einstieg in mein Kultur-Programm, die Villa Hügel in Essen angeschaut. Und ja, die Villa heißt Villa Hügel, weil sie auf einem Hügel steht. Aber einfallsreich ist diese Namensgebung nicht.

Kultur-Ausflug ins Ruhrgebiet

Ok…was ist jetzt so besonders an dieser Villa, dass man sie sich unbedingt anschauen muss? Also erst einmal ist es das Wohnhaus der Familie Krupp. Also war es…und wenn man die Führung mitmacht, erfährt man eine ganze Menge über die Familien- und Firmengeschichte. Dieses Anwesen hat wirklich 269 Zimmer (so groß schaut die „Villa“ aber von außen gar nicht aus) und hat im Laufe der Zeit schon viele Persönlichkeiten gesehen.

Das war aber ein Leben wie in einer anderen Welt. Die Krupps beschäftigten unendlich viele Mitarbeiter, also Bedienstete. Im Jahr 1902 waren das 570 Leute, nur um der Familie den Popo nachzutragen. Kein Scherz…

Infos zur Villa Hügel

So…wie kommt Ihr hin zur Villa Hügel? Diejenigen, die mit dem Auto im Ruhrgebiet unterwegs sind, fahren bitte an der Ausfahrt „Essen-Haarzopf“ oder Essen-Rüttenscheid“ von der A 52 ab und folgen dann den Hinweisschildern der Villa Hügel. Als ich dahin unterwegs war, kam ich nach einiger Zeit an eine Schranke mit einem Pförtnerhäuschen. Da musste man dann aussteigen und der Pförtner öffnet dann die Schranke. Dann schön weiter die breite Auffahrt hoch fahren. Vor der Villa gibt es dann einen ziemlich großen Parkplatz.

Villa Hügel
Adresse: Hügel 1, 45133 Essen / Navi: Haraldstraße, Essen

Der Eintritt kostet aktuell 5,00 EUR pro Person; Kinder unter 14 Jahren kommen umsonst rein.

Die Führungen sind meistens immer sonntags um 11:00, 12:30 und 14:00 Uhr. Ab und zu ist aber das Haupthaus geschlossen, da kann man dann nur in den Park. Daher am besten vorher immer noch mal kurz unter www.villahuegel.de checken.

 

Ausstellung im Gasometer Oberhausen

Von der Villa Hügel ging es dann weiter nach Oberhausen. Kennt Ihr den Gasometer in Oberhausen? Liegt nicht allzuweit weg von Essen. Und lohnt definitiv.

Ich kannte ja bisher von Oberhausen nur das Einkaufszentrum, dass aber quasi direkt neben dem Gasometer liegt. Könnte man also schön Kultur mit Kommerz verbinden. Aber was ist jetzt mit dem Gasometer? Auf der Homepage schreiben sie, der Gasometer wäre „Deutschlands höchste Ausstellungshalle“. Gemeint ist damit das Innere des Gasometers. Als ich dort war, lief gerade die Ausstellung „Wunder der Natur“. Damals wurden großformatige Fotos mit Motiven aus der Tier- und Pflanzenwelt ausgestellt, dazu vereinzelte Videos und Filmaufnahmen und das Highlight war die riesengroße Erdkugel, die im Inneren des Gasometers aufgehangen war. Unten drunter auf den Stufen waren einige große Kissen ausgelegt, so dass man sich im Weltall verlieren konnte. Ich konnte mich auch kaum wieder aufraffen, weiter zu gehen. Während man da so sitzt, kann man den Wechsel von Tag und Nacht verfolgen…ich fand das wirklich spannend.

Die Anfahrt zum Gasometer ist ähnlich einfach wie zur Villa Hügel. Ihr fahrt auf der A 42 an der Abfahrt Oberhausen-Zentrum ab und folgt den Schildern. An die Parkplatzsituation kann ich mich jetzt nur noch dunkel erinnern, aber ich glaube, man musste schon ein kleines bißchen suchen.

Die aktuelle Ausstellung heißt „Der Berg ruft“ und als Highlight hängt hier ein riesiges umgedrehtes Matterhorn im Inneren des Gasometers. Die Ausstellung läuft noch bis Ende 2018.

Geöffnet ist immer Dienstag – Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Eintritt aktuell 10:00 EUR pro Erwachsener

 

Achterbahn im Duisburger Angerpark

Nicht allzuweit von Oberhausen entfernt ist Duisburg. Duisburg war 2012 Kultur-Hauptstadt Ruhr und damals wurde im Angerpark die erste begehbare Achterbahn eröffnet. Also genaugenommen ist es natürlich keine echte Achterbahn. Es ist eine begehbare Skulptur, die aussieht wie eine Achterbahn.

Ich habe im letzten Jahr Fotos auf Instagram von der Skultur Tiger and Turtle entdeckt und dachte mir, dass ich unbedingt mal hin muss. Damals konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie man da durch laufen kann. Jetzt weiß ich, dass der Looping nicht begehbar ist (da hatte ich mir wirklich Gedanken gemacht, wie das in Sachen Schwerkraft funktionieren soll). Aber sonst läuft man immer schön auf und ab. Nichts für Höhenangst-Geplagte oder vielleicht als Mutprobe…

Im Dunklen soll es auch toll aussehen. Nachts ist die Installation mit 880 LEDs beleuchtet. Allerdings bedeutet das auch, dass man nachts im Dunklen den Berg rauf muss, der einem schon tagsüber irre hoch vorkommt.

Parken ist jetzt nicht ganz so einfach. Es soll Parkplätze geben, aber nicht ganz so viele. Für die Anfahrt gebt Ihr am besten einfach die Adresse Ehinger Straße 117, 47249 Duisburg ins Navi ein.

 

Schlösser, Burgen und Ruinen im Siebengebirge

Das war jetzt mein Ausflug ins Ruhrgebiet. Es gibt aber noch andere nette „Ecken“ in Nordrhein-Westfalen, mal von den Großstädten Köln und Düsseldorf abgesehen. Zum Beispiel die Ruine der Burg Drachenfels im Siebengebirge.

Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind mal auf dem Drachenfels war, immerhin ist der Berg ca. 320 m hoch. Schon damals ging der Aufstieg bequem mit der Zahnradbahn, abenteuerlich mit dem Esel oder beschwerlich zu Fuß. Ich muss gestehen, ich kann mich nur noch an die Esel und den Fussmarsch erinnern. Mittlerweile steht aber auch von der Burg Drachenfels nichts mehr als eine Außenmauer. Trotzdem ist es ein schöner Ausflug, weil die Fahrt mit der Zahnradbahn schon ein Erlebnis ist (allerdings nicht ganz billig), der Ausblick von oben auf den Rhein ist wunderschön und auf dem Weg nach unten läuft man dann auch noch an Schloss Drachenburg vorbei (eine klitzekleine Ausgabe von Schloss Neuschwanstein, nur nicht weiß).

Wie kommt Ihr jetzt zum Drachenfels? Mit dem Auto auf jeden Fall bis Königswinter fahren, dann ist es ausgeschildert. Parkplätze gibt es laut Internet einige, in der Nähe der Talstation der Zahnradbahn sind das P3, P5, P6, P7 und P8. Kommt Ihr mit der Bahn, müsst Ihr auch Königswinter aussteigen.

Eine Rundfahrt mit der Bahn, also hoch und runter, kostet aktuell 10 EUR pro Person; Kinder zwischen 3 und 14 Jahren kosten knapp die Hälfte.

Aber Ihr könnt natürlich auch zu Fuss den Drachenfels erklimmen :-) Oder nur hoch fahren und runter laufen. So hab ich das gemacht. Ist aber auch ganz schön anstrengend, weil der Weg schon recht steil ist. Aber man will ja auch was von der Natur haben.

Spiel, Spaß und Spannung im Phantasialand

Das war jetzt jede Menge Kultur in NRW. Da ist es jetzt doch mal Zeit für Spaß. Und da kann ich Euch das Phantasialand empfehlen. Ich liebe „unseren“ Freizeitpark direkt um die Ecke. Das Phantasialand liegt in Brühl und ist damit nicht allzu weit von Köln entfernt. Sehr zum Ärger der Anwohner liegt der Park nicht irgendwo mitten in der Pampa, sondern schön in der Stadt. Sehr zum Ärger des Parkbetreibers ist damit aber auch der Platz begrenzt. Es kann also nicht ständig erweitert werden. Aber trotzdem befindet sich das Phantasialand regelmäßig in den Top Ten der deutschen Freizeitparks.

Neben wirklich einzigartigen Achterbahnen, wie die Taron mit Katapultstart (!!!) gibt es auch immer noch genügend Fahrgeschäfte für Kinder. So ist der Park perfekt für große und kleine Kinder.

Richtig günstig ist’s natürlich nicht, aber welcher Freizeitpark ist das schon. Trotzdem lohnt es sich, immer mal wieder nach Angeboten zu schauen. Oftmals kann man zwei Besuche zum Preis von einem bekommen, wenn man das Ticket bereits online im voraus bucht. Das lohnt sich dann…

 

Ich habe jetzt nur Fotos vom Kettenkarussell, aber das macht auch echt Spaß. Empfehlen kann ich einen Besuch im Phantasialand auch im Winter zum Wintertraum. Da wird’s dann (schön) früh dunkel und alles ist beleuchtet.

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